Veranstaltungen des GL-Teams
- Klicksonartraining
- Zeichnen mit dem iPad
- Elternaustauschtag an der Irisschule am 07.03.2026
- Zeichnen mit dem iPad
- Regionales Elterntreffen für den Kreis Steinfurt in Emsdetten
- Zirkelkurs
- Boulderkurs 2024
- Torball-Turnier 2024
- Trickfilmkurs 2023
- Informationsveranstaltung zur Berufsorientierung
- Boulderkurs 2023
- Kurstag 2022
- Trickfilmkurs im Mai
- Besuch der Boulderhalle
- Informationsveranstaltung zur Berufsorientierung
- Braillekurs in der Irisschule
- Unser Seifenkurs in der Irisschule
- Wir fliegen ins Weltall
- LWL-Video zum Karate-Do
Berichte von weiteren Aktionen und Veranstaltungen finden Sie in unserem Archiv.
Klicksonartraining
Zwei Tage Klicksonartraining an der Irisschule
Bereits vor einem Dreivierteljahr hatten wir bei uns an der Irisschule mit den ersten Überlegungen und Vorbereitungen begonnen und nun war es endlich so weit: Am Dienstag, den 28.04.2026 und am Mittwoch, den 29.04.2026 durften wir voller Vorfreude Juan Ruiz bei uns an der Irisschule begrüßen! 2024 war er bereits bei uns gewesen, so dass mit seinem Besuch in Münster nun ein großes Wiedersehen zelebriert wurde – wie schön!
Aber wer ist Juan Ruiz überhaupt?
Juan Ruiz, der als mexikanisch-stämmiger US-Amerikaner aus seiner Wahlheimat Wien zu uns angereist gekommen war, arbeitet bereits seit vielen Jahren als blinder Trainer im Bereich „Orientierung & Mobilität“ – kurz: O&M – mit blinden Menschen zusammen. Im Rahmen seiner Trainingseinheiten nutzt er eine Orientierungs- und Navigationsstrategie namens „Perceptual Mobility“, die einer besonderen Schulung bedarf und als Ergänzung zum Umgang mit dem Langstock zu verstehen ist. Juan Ruiz’ Strategie stützt sich dabei auf Klicksonar – auch Echolokalisation bzw. umgangssprachlich Fledermaustechnik genannt –, die räumliche Orientierung mit Hilfe von Echos durch selbsterzeugte Schnalzlaute erlaubt. Die Schnalzlaute ähneln letzten Endes einem Klickgeräusch, daher der Name „Klicksonar“.
In den Trainingseinheiten vermittelt Juan Ruiz die entsprechenden Wissensinhalte und Techniken sehr individuell angepasst und praxisorientiert, damit die Kinder und Jugendlichen lernen, sich mit Hilfe ihres Gehörs in ihrer Umgebung zu orientieren. In dessen Folge können sie ein selbständigeres und selbstbestimmteres Leben führen, teils sogar große sportliche Herausforderungen wie Skifahren oder Mountainbiken bewältigen. Es wäre aber zu kurz gefasst, Klicksonar als reine Orientierungshilfe im Bereich Orientierung & Mobilität zu begreifen. Insgesamt bietet Klicksonar die Möglichkeit, Aspekte unseres Lebens hörbar zu machen. Dazu gehört u.a. auch das Erklicken und Erhören von Objekteigenschaften, wie zum Beispiel Material, Form oder Größe.
Am Dienstag, dem ersten Tag des Klicksonartrainings, konnten bis zur Mittagspause die ersten vier Trainingseinheiten stattfinden. Den Start machte Juan Ruiz mit dem jüngsten Kind der zwei Trainingstage:
Luise, gerade erst 3 Jahre alt geworden, wurde von ihren Eltern zum Training begleitet. Aktuell wird sie von der Irisschule im Rahmen der Frühförderung betreut, begleitet und gefördert. Zusammen mit Juan versuchte Luise, Dosen mit dem Langstock aufzufinden, in Dosen hineinzuschnalzen bzw. hineinzuklicken, verschiedene Geräusche mit Hilfe des Mundes, des Langstockes und mit Hilfe unterschiedlicher Gegenstände zu produzieren sowie der wunderbaren Ästhetik der Klänge zu lauschen.
Erforscht wurden unterschiedliche Boden- und Wandbeschaffenheiten, Gegenstände sowie Materialien. Ja, und wie hört es sich eigentlich an, wenn man in ein offenes Regal mit Regalböden aus Metall hineinspricht, -singt oder -klickt? Die Antwort? – Auf jeden Fall sehr besonders, denn das Echo ergibt einen sehr spezifischen Klang und dient als wichtige und sehr prägnante Informationsquelle! Und: Hört es sich eigentlich anders an, wenn man vor einer Raumecke steht und schnalzt, als wenn man vor einer ebenen Wand steht und auf die gleiche Art und Weise schnalzt? Luise konnte dazu ein eindrückliches Gefühl erhalten und Juan Ruiz weiß natürlich schon vorher die Antwort: „Natürlich ist das ein Unterschied!“
Auch das nächste Kind, 3 Jahre alt und betreut, begleitet und gefördert im Rahmen der Frühförderung durch die Irisschule, kam in Begleitung seiner Eltern. Nele zeigte gleiches Interesse an den Dosen, die bereits durch Luise erkundet wurden. Dabei war Nele bereits in der Lage und immer wieder motoviert, sogar eigene Schnalzlaute zu produzieren. Das hörte sich schon fast wie beim Profi selbst an! So war es für Nele ein leichtes, in das offene Regal hineinzuschnalzen und dabei Geräusche hervorzuzaubern, die Neles auditives Interesse weckten.
Neles Eltern kamen im Nachgang ebenfalls in den Genuss eines Trainings durch Juan Ruiz. Sie erforschten, erkundeten, probierten aus, staunten und erlebten besondere Aha-Momente. Juan Ruiz stand für alle möglichen Fragen zur Verfügung. Mit seinen Antworten gab er wertvolle Informationen, Tipps und Tricks an die Eltern weiter, die diese sehr dankbar annahmen. Für sie und alle anderen Eltern stellt das einen großen Mehrwert dar, denn aufgrund der Tatsache, dass Juan Ruiz sich die Welt selbst als geburts- sowie vollblinder Mensch erarbeitet und somit erschlossen sowie bereits mit so vielen blinden Kindern und Jugendlichen gearbeitet hat, kann er aus einer ganz besonderen, sprich selbst betroffenen Perspektive die wohl wertvollsten Antworten geben und Eltern ein sehr stärkendes und positives Gefühl vermitteln! Sein Erfahrungsschatz hat eine besondere Bedeutung für die blinden Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern.
Als nächster war dann Lenny dran und so kam er ebenso in den Genuss eines Trainings von Juan Ruiz. Lenny ist schon ein wenig älter und darf bereits im kommenden Schuljahr die Vorschulgruppe der Irisschule besuchen. Natürlich durfte auch Lenny eine Dose erkunden und als kleiner Forscher herausfinden, wie sich eine Dose anhört, wenn sie z.B. mit Holzkugeln befüllt ist.
Danach ging es nach draußen auf den Schulhof, denn: Einen Baum kann man nicht nur hören, weil der Wind durch die Blätter fegt. Nein, man kann einen Baum auch „erklicken“ und ihn so auffinden. Dafür braucht es keinen einzigen Windstoß! Und vertrocknete Blätter auf dem Boden kann man nicht nur erfahren, indem man über sie drüber läuft, sondern bereits aus der Ferne mit dem Langstock aufspüren und aufsuchen, denn der Langstock fungiert bei passendem Einsatz u.a. als eine Art verlängerter Arm. Zusammen mit Juan Ruiz, der Lenny immer wieder mit sehr viel Feingefühl die nötige Sicherheit gab, tauchte Lenny also in die wunderschöne Welt der „Naturklänge“ ein.
Nach der Mittagspause ging es dann mit Linn weiter. Linn ist 4 Jahre alt und somit ein weiteres Kind, das im Rahmen der Frühförderung der Irisschule betreut, begleitet und gefördert wird. Natürlich fand Juan Ruiz auch für Linn einen sehr spielerischen und kindgerechten Einstieg in die Trainingseinheit. Abermals zog er dafür die Metalldose mit ihren motivierenden Klängen heran.
Wie ist der Raum beschaffen, in dem ich mich befinde? Wie groß ist er? Sind die Möbel aus Holz oder Metall? Das konnte Linn zusammen mit Juan Ruiz im kleinen Raum unserer Beratungsstelle auskundschaften – und immer mit dabei: der Langstock.
Für Linn ging es dann aber auch schnell nach draußen, um auf dem Schulhof Schaukel, Klettergerüst & Co durch Klicksonar aufzuspüren. „Eine Leiter hört sich ganz anders an als eine Rutsche. Durch das Klicken erhöre ich nicht nur Material, sondern auch zum Beispiel Größe oder Form eines Gegenstandes. Eine Rutsche aus Metall gibt ein ganz anderes Echo von sich – einen metallischen Klang. Bei einer Leiter erhöre ich durch das Klicken die Zwischenräume zwischen den einzelnen Holzbalken“, erklärte Juan Ruiz.
Das erste Highlight war die Schaukel, die Linn endlich auffand. Mit Hilfe des Klickens sowie des Langstocks gelang ihr die Ortung und das Rätsellösen, um was für ein Spielgerüst es sich handelte – natürlich stets unterstützt durch Juan Ruiz. Kurze Zeit später konnte Linn auch endlich das Klettergerüst mit der Rutsche auffinden. Belohnung ist wichtig und so rutschte Linn die Rutsche nach unten, nachdem sie diese über die Leiter und wackelige Hängebrücke erklommen hatte. Und – huch –, was liegt denn da im Sand? Eine vertrocknete Nadel eines Nadelbaums. Mit ihren Fingerspitzen tastete sie beidhändig die Nadel ab. Juan Ruiz erklärte geduldig und machte Linn auf Details aufmerksam, die sehende Menschen oftmals „überfühlen“ oder „überhören“ würden.
Nach den ersten Trainingseinheiten des Tages startete um 15.00 Uhr dann endlich der Vortrag zum Thema „Klicksonar“, zu dem sich im Vorfeld mehrere Eltern blinder Kinder angemeldet hatten. Neben Eltern waren aber auch Erzieher:innen anwesend, die die blinden Kinder in den jeweiligen Kitas oder als Tagesmutter betreuen. Auch Frau Grosche, Regionalmarktleiterin, Regionalmarkt MS-Nord von der Sparkasse Münsterland Ost fand den Weg auf den LWL-Schulcampus, um im Rahmen des Vortrags von Juan Ruiz zu erfahren, wofür die großzügige finanzielle Spende der Sparkasse Münsterland Ost genau eingesetzt wurde. Der einstünde Vortrag gab noch einmal einen guten Überblick über all das, was Klicksonar ausmacht und wie sehr die Methode das Leben von Menschen mit Blindheit unabhängiger und selbstbestimmter machen kann.
Am Ende des Tages traf noch Tom mit seinen Eltern an der Irisschule ein. Tom besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums und wird im Rahmen des Gemeinsamen Lernens von einer Lehrkraft des Gemeinsamen Lernens der Irisschule begleitet, gefördert und unterstützt. Tom und Juan Ruiz kennen sich bereits und arbeiteten an diesem Dienstag nicht zum ersten Mal zusammen. Tom ist bereits fortgeschrittener Nutzer der Klicksonartechnik und erkundete mit Juan Ruiz die weitere Ferne des LWL-Schulcampus’.
Auf dem Weg zum Schulhof der Münsterlandschule entdeckte Tom in Begleitung von Juan Ruiz unterschiedliche Gebäude und deren Eingänge, Bäume und Laternen, Zäune und Spielgeräte. Wie weit Tom mit seinen bisherigen Klicksonarkompetenzen bereits gekommen ist, konnte staunend beobachtet werden! Tom war bereits in der Lage, Distanzen zu einzelnen Gegenständen und Gebäuden durch das Klicken ungefähr einzuschätzen oder sich das Gerüst einer Schaukel zu erklicken. Am Ende des Tages hatte Tom ein genaueres Konzept von einer Schaukel und ihrem Gerüst. Fünf Holzbalken konnte er mit Unterstützung erklicken: Einer davon ist parallel zum Boden ausgerichtet, vier sind schräg zum Boden aufgestellt, die Nestschaukel hängt an Seilen, die am horizontal ausgerichteten Holzbalken befestigt sind.
Der nächste Tag startete im Vormittagsbereich mit Schüler:innen aus dem Schulhaus der Irisschule. Den Anfang machte Luna aus der Primarstufe. Luna ist fast 10 Jahre alt und da sie noch auf einige Seheindrücke zurückgreifen kann, fand ihre Trainingseinheit unter der Augenbinde statt. Luna hat im letzten Jahr mit dem O&M-Training angefangen. Aktuell erlernt sie neben der Schwarzschrift auch noch die Punktschrift als Schriftsystem. Nachdem die Schülerin nach einem kurzen Kennenlernen mit Juan Ruiz seinen eigenen Langstock erkunden und feststellen konnte, dass dieser viel länger ist, als ihr eigener, ging es relativ zügig nach draußen – mit im Gepäck ein ca. DIN A3-großes Brett, das für ein besonderes Übungsformat eingesetzt werden sollte. Aber erst ging es für Luna darum, sich ein Gefühl für die Schnalzlaute und deren Echos zu erarbeiten. Wie hört es sich an, wenn die Schnalzlaute auf ein großes Gebäude treffen? Und wie hören sie sich an, wenn sie dann auch noch auf einen Gebäudeeingang treffen? Fast alles scheint durch die Klicksonartechnik verortbar zu sein – man kann es kaum glauben, wenn man Juan Ruiz nicht selbst einmal erlebt hat und Zeug:in davon werden konnte, wie Klicksonar anwendbar ist und in der Praxis funktioniert.
Im Anschluss an die Erkundung des Schulhofes ging es für Luna dann an die Übung mit dem Brett. Ihre Aufgabe war es, dass Brett zu erklicken und somit zu orten, denn beim Schnalzen hört sich das Echo anders an, wenn sich ein Brett auf Kopfhöhe vor einem selbst befindet. Zwar benötigte Luna Unterstützung durch Juan Ruiz, insbesondere beim Schnalzen selbst, aber im Laufe der Zeit wurde Luna bereits etwas sicherer. Sie feierte ihre ersten Erfolge! Gratulation!
Als nächstes Kind war Jona für das Klicksonartraining angemeldet. Jona besucht aktuell die Schuleingangsphase der Primarstufe und hat Juan Ruiz bereits vor zwei Jahren kennengelernt. Um auch Jona dort abzuholen, wo er mit seiner Persönlichkeit und seinem Können steht, gab es im Schulgebäude selbst, aber auch draußen auf dem Schulhof eine kleine Schnitzeljagd, die mit dem Auffinden von zuckersüßen Genüsslichkeiten belohnt wurde. Mit Hilfe dieser Motivation war Jona an diesem Mittwoch in der Lage, erste kleine Schritte in Richtung Klicksonar zu gehen und dass war ein großer Erfolg, der Gummibärchen kauend gefeiert wurde.
Als Hamdo in seinem Klassenraum für das Klicksonartraining aus dem Unterricht geholt wurde, war er schon ganz aufgeregt. Mit so viel Freude und Neugier startete Hamdo in seine ersten Klicksonarerfahrungen und es zeigte sich schnell, dass er und Juan Ruiz einen sehr guten Draht zueinander hatten. Als eine seiner ersten Aufgaben sollte Hamdo die Spitze des Langstockes in eine auf dem Boden stehende Metalldose stecken. Dies treffsicher zu meistern, ist eine große Herausforderung, aber Juan Ruiz brachte Hamdo eine sehr smarte Technik bei, wie dabei mit dem Langstock umzugehen ist, und so konnte Hamdo seine gelungene Aktion bejubeln. Freudestrahlend, aufgeregt und voller Stolz hüpfte er auf der Stelle.
Natürlich war auch bei Hamdo ein kindgerechter Zugang für die Arbeit mit Klicksonar hilfreich und so kam das klingelnde Spieltelefon auch dieses Mal zum Einsatz. Obwohl Hamdo zu Beginn nicht bereit war, selbständig zu klicken, öffnete er sich dafür im Laufe der Zeit und fand sogar große Freude daran. So erklickte er sich peu à peu den Weg zum heißbegehrten Spieltelefon. Hamdos Mutter war ebenso anwesend und staunte nicht schlecht, als sie ihren Sohn dabei beobachtete.
Für eine kurze Übungseinheit ging es auch noch nach draußen, aber viel Zeit war nicht mehr übrig. Auch wenn Hamdo noch Stunden hätte „weiterspielen“ können, stand schon das nächste Kind für das Klicksonartraining in den Startlöchern. Trotzdem blieb für Hamdo der Schultag weiterhin aufregend, denn immer wenn er auf dem Weg in die Pausen Juan Ruiz‘ Stimme im Schulgebäude hörte, rief er „Juan, da ist Juan!“ und kam begeistert zu ihm gerannt.
Alexandra war das letzte Kind vor der Mittagspause. Sie besucht zur Zeit die Schuleingangsphase der Primarstufe an der Irisschule und brachte mit ihrer aufgeweckten Art sehr viel Schwung in das Klicksonartraining. Bevor es so richtig losging, reparierte Juan Ruiz aber erst einmal im Handumdrehen Alexandras Langstock, der seit ein paar Tagen nicht mehr so wollte wie Alexandra. Währenddessen staunte diese wiederum über das „XXL-Format“ von einem Erwachsenenlangstock, der sich in diesem Falle als faltbare Variante auch noch ganz anders anfühlte.
Bei Alexandra stellte sich schnell heraus, dass sie bzgl. der Lerninhalte eine große Auffassungsgabe mit sich brachte und so gab es einige Herausforderungen zu bewältigen, die Juan Ruiz ihr stellte: Raumnischen erklicken, Türen erklicken, abgestellte Gegenstände durch Erklicken wiederfinden, das rollende Spieltelefon in der Mitte des Ganges parallel zur Wand fahren lassen, so dass es nirgends gegenfährt etc.
Am Ende war Alexandra dann sogar an der Lage, durch das Erklicken und somit Lokalisieren des Schulgebäudes die Rasenfläche aufzusuchen und an der Rasenkante entlangzulaufen, um die abgelegten Langstöcker wiederzufinden. Wow!
Nach der Mittagspause trafen dann noch einmal „altbekannte“ Stimmen vom Vortag im Schulgebäude ein. Linn, die bereits am Tag zuvor mit Juan Ruiz zusammengearbeitet hatte, freute sich über die zweite Trainingseinheit. Genauso wie Luise, die nach Linn mit ihrem Training die zwei besonderen Tage des Klicksonartrainings für dieses Schuljahr schloss, konnte Linn sich in der zweiten Trainingseinheit viel mehr öffnen und der nun bereits vertrauteren Stimme von Juan Ruiz aufmerksam zuhören sowie engen Körperkontakt zulassen. Letzterer ist natürlich besonders wichtig, da es immer wieder Situationen gibt, in denen das Tolerieren bzw. Akzeptieren von Handführung zum Erlernen des Umgangs mit dem Langstock, die Korrektur der Körperausrichtung im Raum durch das Anfassen und leichte Druckausüben an der rechten oder linken Schulter o.ä. nötig sind. Schnell zeigten sich bei beiden – Linn wie auch Luise – tolle Fortschritte im Vergleich zur ersten Trainingseinheit.
Zwei anstrengende, aber wirklich sehr wunderschöne Tage bei tollstem Sonnenschein liegen hinter uns – Tage mit heranwachsenden und neugierigen Lernenden, die sich den besonderen Herausforderungen des Lebens stellen, daran wachsen und sehr große Freude entwickeln und zeigen! Sich die Welt nach und nach mit wachsender Selbständigkeit zu erschließen, ist ein großer Gewinn. Das, was für sehende Menschen oftmals so selbstverständlich ist, ist es nicht unbedingt für Menschen mit Blindheit. Vieles muss in kleinen Schritten und mit viel Durchhaltevermögen hart erarbeitet und erkundet werden und so ist es nicht erstaunlich, dass Luise mit ihren doch 3 Jahren bei der Erkundung eines Baumes verwundert und stark beeindruckt die Worte „Oooooh, das ist aber grooooß!“ hervorstößt. Noch nie zuvor hatte sie dazu eine so konkrete Vorstellung entwickeln können.
All diese wunderschönen und wertvollen Erfahrungen hätten unsere Kinder und Jugendlichen mit Blindheit aus der Frühförderung, unserem Schulhaus sowie aus dem Gemeinsamen Lernen nicht sammeln können, hätten wir nicht die finanzielle Unterstützung durch den „Verein zur Förderung Sehgeschädigter der Irisschule Münster e.V.“ erhalten. Dieser konnte auf die für das Klicksonartraining zweckgebundenen und großzügigen Geldspenden zurückgreifen. Hierbei sind die Paul und Charlotte Kniese-Stiftung aus Berlin sowie die Sparkasse Münsterland Ost zu nennen, die das Klicksonartraining mit jeweils 1.000 € unterstützten. Weitere Geldspenden durfte der Förderverein aus Greven empfangen – einerseits von „FIEGE Logistik Stiftung & Co. KG“ sowie andererseits von „Stegemann GmbH & Co. KG“. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz, ganz herzlich bedanken!
Der größte Dank gilt aber Juan Ruiz, der zwei Tage im April diesen Jahres zu sehr besonderen gemacht hat. Ohne seine Zeit, sein Engagement, seine Unterstützung, sein Wissen und seine liebevolle Art den Kindern und Jugendlichen gegenüber hätten wir den von uns begleiteten Frühförderkindern und Schüler:innen niemals so tolle Erfahrungen und Lernerfolge bescheren können. Juan, vielen lieben Dank dafür! Wie freuen uns sehr, dich ganz bald wieder bei uns in Münster begrüßen zu dürfen!
Zeichnen mit dem iPad
Kreativität, Austausch und ein eigener Roboter
Neue Tools, neue Werkzeuge, neue Kunstwerke. Am 20.02.26 konnten Schüler:innen des Schulhauses und des Gemeinsamen Lernens wieder ihre eigenen Kunstwerk am iPad kreieren.
In einem praxisorientierten Schülerkurs lernten die Teilnehmer:innen wie vielseitig das iPad im Kunstunterricht eingesetzt werden kann. Ziel des Kurses war es, die Ansätze des digitalen Zeichnens kennenzulernen, verschiedene Werkzeuge auszuprobieren und am Ende kleine eigene Projekte zu realisieren: Unter anderen, das Abzeichnen von Gestalten, Objekten oder die Gestaltung eines eigenen Roboters.
Die Schüler:innen erkundeten die App Goodnotes und lernten viele verschiedene Programme kennen.
Formgebung und Robotergestaltung: Aus einfachen Formen wurde durch flexible Verformung und Gruppierung ein eigener Roboter entworfen. Die Schüler:innen kombinierten Kreise, Rechtecke und Linien zu individuellen Figuren, die später als eigenständige Zeichnung weiterentwickelt wurden.
Zwischen den Arbeitsphasen gab es Snackpausen. Wie an einem Stehtisch versammelten sich Schüler:innen und tauschten sich auch in der Pause weiter über ihre Zeichentools aus oder berichteten sich gegenseitig von Freizeit- und Urlaubsaktivitäten.
Am Ende des Kurses stand ein kleines Ergebnisprojekt: Jeder Teilnehmende zeigte seine erstellten Werke am Board im Klassenraum.
In dem Kurs "Zeichnen mit dem iPad“ zeigten die Kinder wieder einmal, wie kreativ sie mit den verschiedenen Tools umgehen konnten und waren selbst positiv von ihren Kunstwerken überrascht.
Elternaustauschtag an der Irisschule am 07.03.2026
Gemeinsamer Austausch, aktuellste Hilfsmitteltechnik und vieles mehr
Am 07.03.2026 fand an der Irisschule ein Elternaustauschtag statt – ein Tag, der ganz im Zeichen des Miteinanders und des Gesprächs stand.
Bei strahlendem Frühlingswetter kamen viele interessierte Eltern zusammen, deren Kinder im Gemeinsamen Lernen, in der Frühförderung oder im Schulhaus begleitet werden. Die Idee und Initiative für diesen Tag kam direkt aus der Elternschaft.
Nach einem Stehcafé mit von Eltern selbstgemachten Schnittchen und Kuchen eröffnete Schulleiterin Elisabeth Hordt den Tag.
Sie gab einen Überblick über die verschiedenen Bereiche der Irisschule: Frühförderung, Gemeinsames Lernen, das Schulhaus, die Beratungsstelle sowie Peergroup- und Kursangebote. Auch die Mitwirkungsgremien Schul- und Klassenpflegschaft, Schülervertretung, Lehrerkonferenz und Schulkonferenz wurden vorgestellt und ihre Aufgaben erörtert.
Frau Hordt erläuterte, dass Eltern aus allen drei Bereichen der Schule sich in die Gremien einbringen und so die Schule mitgestalten können. Auch wurden die gewählten Elternvertreter:innen vorgestellt, die diesen Tag maßgeblich mitgestaltet und organisiert haben.
Es folgte ein einstündiger Vortrag der Fachanwältin Frau Böttcher von der Rechtsberatungsgesellschaft „Rechte behinderter Menschen“ (ebm) des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e. V. (DBSV). Sie informierte praxisnah über die rechtlichen Grundlagen der Hilfsmittelversorgung und beantwortete Fragen aus dem Publikum.
Hier einige Fragen die viele Eltern bewegten:
- Wann ist ein Hilfsmittel ein Hilfsmittel im Sinne des Rechts und wann ein Gegenstand des täglichen Bedarfs?
- Wann gilt es als notwendig und wann als reiner Luxus?
- Wo kann man Hilfsmittel beantragen?
- Wann sind die Krankenkassen zuständig und wann die Eingliederungshilfe?
- Was steckt hinter dem Paragraphen 14 SGB IX?
- Wie alt dürfen Verschreibungen vom Augenarzt bei der Beantragung sein?
- Wie lange muss man eigentlich warten, bis ein Hilfsmittel bewilligt wird oder nicht?
- Was ist eine Umversorgung?
Nach dem Vortrag suchten die Eltern ihre gewählten Austauschgruppen in Klassenräumen auf. Dort fanden durch Lehrkräfte moderierte Gespräche zu den Themen
„Mein Kind ist im Kindergerten – in der Grundschule – in der Sekundarstufe“,
„Mein Kind ist sehbeeinträchtigt – blind - hat CVI“,
„Mein Kind wechselt vom Kindergarten in die Grundschule – von der Grundschule in die weiterführende Schule - verlässt die Schule"
statt.
Ins Gespräch kommen und sehr viel ausprobieren konnte man in den Räumen der Hilfsmittelaussteller. Diese präsentierten ihre Angebote und standen für Fragen bereit. Eine Vielzahl von Hilfsmitteln für den schulischen und außerschulischen Bereich waren aufgebaut und konnten unter der Anleitung der Aussteller:innen getestet werden.
Wir bedanken uns herzlich für den großen Aufwand, den die folgenden Firmen an diesem Tag betrieben haben:
- feelSpace GmbH mit dem „navi-Gürtel“,
- Optiker Droppelmann GmbH aus Münster
- EUTEB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung)
- Reinecker Vision GmbH
- Help Tech GmbH
- LVI Deutschland GmbH
- Deutsche Zentralbibliothek Lesen, Leipzig
- Reinecker Vision GmbH
- steller-technology GmbH
- PRO RETINA Deutschland e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverein Münster und Umgebung im BSV Westfalen e. V.
- Höpinger Spielewerkstatt - Gumpert & Winken GbR
- Westdeutsche Blindenhörbücherei Münster (WBH e. V.)
- Verein zur Förderung Sehgeschädigter der Irisschule Münster e. V.
Zeichnen mit dem iPad
Mit Stift und iPad der Phantasie freien Lauf lassen
Am 21.März trafen sich drei Schüler:innen aus dem Gemeinsamen Lernen mit Frau Altholtmann und Frau Holze in der Irisschule um ihr iPad als künstlerisches Werkzeug zu erkunden.
Jede/r erstellte sich ein Zeichenheft und probierte in der App GoodNotes anhand von verschiedenen Aufgabenstellungen aus, wie man ein Kunstwerk kreieren kann.
Dabei arbeiteten sie mit den verschiedenen Tools von GoodNotes, u.a. mit Pencil-, Sticker-, Lasso-, Tape-, Fotoeinstellungen. Bevor es an das Zeichnen ging, wurden die Begriffe, Vordergrund, Hintergrund, Perspektive besprochen.
Nach einer kurzen Erholungspause bei herrlichem Wetter draußen mit Picknick konnten im zweiten Teil die Schüler:innen mit Hilfe von GoodNotes Collagen erstellen. Auch hier konnten sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und es entstanden wahre Kunstwerke zu ´Tiere im Wald´, ´Tiere in der Unterwasserwelt´ und bei einem Kunstwerk ging es sogar weit zurück in das Zeitalter der Dinosaurier.
Besonders attraktiv fanden die Schüler:innen die Möglichkeit, mit Hilfe der Foto App bei Bildern das Motiv von seinem Hintergrund zu lösen und woanders einzufügen. Diese Funktion kann im Unterricht hilfreich sein, um sich das Motiv einzeln anzuschauen oder anhand des Motivs eine Skizze anzufertigen.
Regionales Elterntreffen für den Kreis Steinfurt in Emsdetten
GL-Eltern vernetzen sich
Am 20.06.2024 fand an der Emanuel von Ketteler Grundschule in Emsdetten ein regionales Elterntreffen der Irisschule für den Kreis Steinfurt statt.
Die Emanuel von Ketteler Schule kooperiert als Schule des Gemeinsamen Lernens mit der Irisschule und hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, das Schulgelände für das Treffen zur Verfügung zu stellen. Damit konnten wir den Eltern, deren Kinder wohnortnah beschult und von der Irisschule betreut werden, den Fahrtweg deutlich verringern. Hierfür bedanken wir uns herzlich bei dem Team der Emanuel von Kettler Schule.
Als mögliche Vernetzungsplattform für Eltern wurde auf die von Eltern initiierte Facebook-Gruppe „blinde Kühe“, siehe unter https://m.facebook.com/groups/705221954340342/ aufmerksam gemacht.
Außerdem wurden beispielhaft auf außerschulische Vereine und Verbände, wie der BEBSK (Bund Eltern blinder und sehbeeinträchtigter Eltern), siehe unter https://www.bebsk.de/ und die NOAH Albinismus Selbsthilfegruppe e.V., siehe unter https://www.albinismus.de/ als weitere Austauschmöglichkeiten hingewiesen.
Während des Treffens kamen die Eltern in einen Austausch über ihre Situation sowie ihre hieraus resultierenden Bedürfnisse und Wünsche. Regelmäßige Treffen, die Informationsweiterleitung von fachlichen Vorträgen, Infos zu Hilfsmitteln und Ansprechpartner:innen zu medizinischen Fragestellungen wurden benannt.
Diese Wünsche werden nun in die anstehenden Teamsitzungen des GL-Teams der Irisschule eingebracht, um die Kommunikation und Unterstützung für und unter den Eltern weiter zu verbessern.
Wir danken allen Eltern für ihre Teilnahme und den gewinnbringenden Austausch.
Zirkelkurs
Arbeit mit dem Zirkel mal ganz anders
Mit dem Zirkel bzw. dem Tactipad beschäftigten sich am 2. März vier Schülerinnen und Schüler, um mal abseits vom Geometrieunterricht ganz andere Möglichkeiten dieser Werkzeuge kennenzulernen.
Dafür wurde zunächst der Umgang geübt und schnell festgestellt, dass es gar nicht so leicht ist, Kreise zu zeichnen.
Dann wurde es künstlerisch und die Schülerinnen und Schüler erprobten sich an tastbaren Mandalas und Kreiskunst.
Die erstellten Kreise werden mit unterschiedlich tastbaren Materialien beklebt.
Die Anordnung der Kreise erzielt unterschiedliche Wirkungen
Zum Ende des Kurses konnten viele schöne angefangene und fertige Kunstwerke mit nach Hause genommen werden.
Boulderkurs 2024
Klettern in der Monolith-Boulderhalle in Münster
Sieben Schüler:innen trafen sich am 28. Februar morgens an der Monolith-Boulderhalle in Münster. Draußen war es kalt und nebelig – daher starteten wir schnell mit dem Aufwärmprogramm. Nach einem ersten Erkunden der Wände und des Materials folgten einige Übungen.
Anschließend ging es auch direkt an die Boulderwände. Jede:r suchte sich passende Herausforderungen an der Wand und die Schüler:innen gaben sich gegenseitig Tipps. An den Wänden und in einer gemütlichen Sofaecke während kleiner Pausen boten sich viele Gelegenheiten zum Austausch und zum Kennenlernen. Schaut euch auch gerne das folgende Video an. Vielleicht treffen wir uns beim nächsten Boulderkurs…
Torball-Turnier 2024
Zu Gast beim Turnier in der Pauline Schule Paderborn
An drei Samstagen fanden Vorbereitungs-Kurse auf das Turnier in Paderborn statt. Im Training wurden favorisierte Positionen, Bewegungsabläufe und auch Wurfstrategien auf dem Feld erprobt und gefestigt. Schüler:innen von verschiedenen Schulen, die sich teilweise erst bei den drei Trainingstreffen kennengelernt hatten, planten konkrete Spielzüge für ein gemeinsames Turnier.
In einem Großraumtaxi startete die Schüler:innengruppe und zwei Lehrkräfte, Herr Fischer und Frau Altholtmann, mit einer guten Portion Spaß am 31.01.2024 in Richtung Paderborn. Der eigenen Teamsongs (SFT – Schule für Torball… Iris…) festigte die Motivation für den sportlichen Wettkampf und den Teamgeist.
Angekommen an der Pauline Schule in Paderborn wurden die Zimmer bezogen und anschließend das große Schulgelände erkundet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen startete das Turnier mit 10 Mannschaften und schnell stand dann das erste Torballspiel an.
Ein Sieg beim ersten Spiel mit ( 5: 0 ) gegen die Jungenmannschaft 2 von Bielefeld brachte die Mannschaft noch ein Stück näher zusammen. In einer Pause wurde das Spiel evaluiert und gute Spielzüge reflektiert.
Nach dem ersten Sieg folgten auch Niederlagen, doch einen entscheidenden Sieg brachte das letzte Spiel gegen Paderborn mit
(4 : 1). Dadurch erspielte die Mannschaft der Irisschule bei der ersten Turnierteilnahme in dieser Konstellation den siebten Platz.
Wir gratulieren unserer Mannschaft ganz herzlich!
Nach dem ersten Turniertag erholte sich die Mannschaft. Eine Runde Schwimmen, Brettspiele und ein Kickertisch ließen den aufregenden Tag nett ausklingen.
Am zweiten Turniertag war die Irisschul-Mannschaft Zuschauer. Innerhalb eines Tages waren bereits erste freundschaftliche Sympathien zu anderen Schul-Teams entstanden und diese wurden angefeuert.
Bei der Siegerehrung erhielten die Schüler der Irisschule ihre Urkunde.
Eine kleine Feier, mit musikalischem Ausklang, rundete das Turnier ab.
Nach diesen zwei Turnier-Tagen stand für das Irisschul-Team nun fest: Die Trainingseinheiten werden fortgesetzt und beim nächsten Torball-Turnier sind wir wieder dabei.
Schaut euch auch gerne das folgende Video an.
Trickfilmkurs 2023
Wie geht es mit dem kleinen furchtlosen Drachen weiter???
Beim 2. Teil des Trickfilmkurses am 18.05. 2023 in der Irisschule fand sich eine kleine Gruppe zusammen, die aus einigen alten „Hasen“ aber auch einem neuen sehr kreativen Mitglied bestand.
Nach einer kleinen Rückschau auf den gelungenen 1. Teil des Films wurde sich eifrig daran gemacht, den Text des 2. Teils in Handlung, Dialoge und Zeichnungen umzusetzen. Anschließend wurde fleißig geübt, gezeichnet und aufgenommen.
Dabei hatten alle viel Spaß und konnten mithilfe der iMovie-App und der Trickbox eine tolle Fortsetzungsgeschichte vom kleinen furchtlosen Drachen erstellen. Zufrieden mit ihrem Ergebnis, nahm die Filmcrew den fertigen Film auf ihrem Stick mit nach Hause.
Mit diesem Link können Sie sich noch einmal den ersten Teil vom Drachenfilm anschauen.
Und hier gibt es nun den 2. Teil zu sehen. Viel Spaß beim Anschauen!
Informationsveranstaltung zur Berufsorientierung
Wege ins Berufsleben
Am 09.02.2023 haben sich interessierte 7. Klässler:innen des Gemeinsamen Lernens und deren Erziehungsberechtigte mit den StuBos der Irisschule zu unserer jährlichen Informationsveranstaltung digital zusammengeschaltet.
Wir haben uns mit Begriffen wie „Kein Abschluss ohne Anschluss“, „Schule trifft Arbeitswelt“, „Potentialanalyse“, „Berufsfelderkundung“, Praktika“ etc. auseinandergesetzt und die Unterschiede zwischen KAOA und KAOA-STAR anhand der einzelnen Elemente und ihrer Zusatzelemente für den Bereichen Sehen für die einzelnen Jahrgangsstufen ab Klasse 8 erläutert. Die Schüler:innen und ihre Erziehungsberechtigten wurden auch über die Ansprechpartner:innen informiert, die sie während ihres Berufsorientierungsprozesses begleiten werden.
Besonders hervorzuheben ist, dass Frau Böhne vom Integrationsfachdienst Münster, zuständig für den Übergang Schule-Beruf bei sehbeeinträchtigtem Schüler:innen, diese Informationsveranstaltung aktiv mitgestaltet und wertvolle Inhalte zu den Angeboten von KAoA-STAR vermitteln konnte.
Alle Teilnehmer:innen empfanden die Veranstaltung rundum informativ und gelungen.
Boulderkurs 2023
Kletterspaß an bunten Griffen
Am 3. Februar fand der diesjährige Boulderkurs statt. Acht Schüler:innen trafen sich morgens an der Monolith-Boulderhalle in Münster und hatten gemeinsam viel Spaß.
Der Tag startete mit dem Erkunden des Materials, einigen Aufwärmübungen und einer professionellen Einweisung. Anschließend ging es auch direkt an die Boulderwände. Jede:r suchte sich passende Herausforderungen an der Wand und die Schüler:innen gaben sich gegenseitig Tipps. Ebenso gab es viele Gelegenheiten für lockere Gespräche und einen Austausch untereinander. Vielleicht besuchen einige von euch nicht erst zum Kurs im nächsten Jahr noch einmal die Boulderhalle. Schaut euch auch gerne das folgende Video an.
Kurstag 2022
Erfolgreiche Premiere des Kurstags bei uns an der Irisschule
Lange hatten wir darüber nachgedacht. Jetzt endlich haben wir unsere Vision wahr gemacht: Am 20.Juni 22 fand er statt, unser erster Kurstag an der Irisschule! Alles war perfekt vorbereitet, die Sonne strahlte vom Himmel. Beste Voraussetzungen also für unsere „Premiere“.
Die meisten unserer Schülerinnen und Schüler, die wir in der Frühförderung und im Gemeinsamen Lernen betreuen, sind weit verstreut an inklusiven Lernorten im ganzen Münsterland.
Mit dem Kurstag rund um unser Schulgebäude sollten alle eine Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und Austauschs sowie auch der gemeinsamen Freizeitgestaltung bekommen. Natürlich waren auch die im Schulhaus Lernenden mit dabei.
Die Angebote des Kurstages reichten vom eigenständigen Drehen von Trickfilmen über Seidenmalerei oder einem Kochkurs. Auch sportliche Angebote wie ein Skater- oder ein Blindentennis-Kurs fanden bei den Teilnehmenden großen Zuspruch. Am Ende des Kurstages gab es viele freudige und zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten.
Unser großer Dank gilt unserem Schulträger, dem LWL, durch dessen Unterstützung die Übernahme der Fahrtkosten aller Teilnehmenden zur Irisschule möglich war. Darüber hinaus danken wir der Hildegard-und-Paul-Damhorst-Stiftung! Nur durch ihre großzügige Spende konnten externe Fachleute unsere pädagogische Arbeit unterstützen und das Kursangebot durch spannende und professionelle Angebote nachhaltig bereichern.
Trickfilmkurs im Mai
Einen eigenen Trickfilm erstellen
Am 7.5.2022 trafen sich vier zukünftige Regisseur:innen, um ihren ersten Trickfilm zu erstellen in der Irisschule. Hier wurden sie von Herrn Paschedag und Frau Holze empfangen.
Nach einer kleinen Vorführung verschiedener Beispiele waren die zukünftigen Filmemacher:innen höchst motiviert, an die Arbeit zu gehen. Dazu erklärte Herr Paschedag die Vorgehensweise, um mit Hilfe der iMovie-App ein Projekt zu erstellen.
Als Grundlage sollte die Geschichte vom kleinen furchtlosen Drachen dienen. Sie wurde zunächst in einzelne Abschnitte eingeteilt. Anschließend wurden von Vorlagen und selbst erstellte Bildern Fotos mit Hilfe einer Trickbox auf dem iPad gemacht.
Dadurch, dass kleine Veränderungen der Bilder abfotografiert wurden, konnte die Handlung der Geschichte und auch Bewegungsabläufe als Film zusammengeschnitten werden. Dazu gab es Tonaufnahmen mit dem gesprochenen Text und selbst erstellten Geräuschen. Auch ein passendes Intro durfte nicht fehlen.
Nach einem Tag Arbeit war der 1. Teil fertig und die Filmemacher:innen hatten einen Einblick gewonnen, wie ein Film mit dieser Technik entsteht. Zufrieden über ihr Ergebnis wurden sie anschließend von den Eltern abgeholt.
Im Herbst gibt es eine weitere Veranstaltung, um den 2. Teil des Filmes zu erstellen.
Und hier gibt es den 1. Teil zu sehen:
Besuch der Boulderhalle
Kursteilnehmer im Monolith
Am 10. Mai haben sieben Schüler an unserem Boulderkurs in der Monolith-Boulderhalle in Münster teilgenommen. Bouldern nennt man das freie Klettern an niedrigen Wänden...aber schaut doch mal unser kurzes Video von dem Kurs an...
Nach einigen Aufwärmübungen und einer professionellen Einweisung ging es direkt an die Boulderwand. Wir hatten alle großen Spaß, jeder suchte sich passende Herausforderungen an der Wand und es gab reichlich Gelegenheiten für lockere Gespräche und einen Austausch untereinander. Einige hatten anschließend den festen Vorsatz, schon bald zum Bouldern wiederzukommen.
Informationsveranstaltung zur Berufsorientierung
Beruf und Sehbeeinträchtigung bzw. Blindheit – „Wie geht denn das?“
Am 18.02.2022 haben wir uns mit unseren interessierten 7. Klässler:innen des Gemeinsamen Lernens und deren Eltern zu unserer digitalen Informationsveranstaltung zusammengeschaltet.
Wir haben uns mit Begriffen wie „Kein Abschluss ohne Anschluss“, „Schule trifft Arbeitswelt“, „Potentialanalyse“, „Berufsfelderkundung“, Praktika“ etc. auseinandergesetzt und die Unterschiede zwischen KAoA und KAoA-STAR für den Bereich Sehen erläutert. Es wurden Standardelemente der Berufsorientierung, die für alle Schulen gelten und die Zusatzbausteine aus KAoA-STAR erklärt. Dabei lag der Schwerpunkt auf das Geschehen in der Klasse 8, die die Schüler:innen nach den Sommerferien besuchen werden. Außerdem gaben wir einen Ausblick auf die Berufsorientierung in den folgenden Klassen bis zum Schulabschluss und darüber hinaus.
Die Schüler:innen und ihre Erziehungsberechtigten wurden auch über die Ansprechpartner:innen informiert, die sie während der Berufsorientierungsprozesses begleiten werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der Integrationsfachdienst, vertreten durch Frau Böhne, die Informationsveranstaltung aktiv mitgestaltet und wertvolle Inhalte vermitteln konnte. Alle Teilnehmer:innen empfanden die Veranstaltung rundum informativ und gelungen.
Braillekurs in der Irisschule
„Ich glaube, das ist ein „L“
Sie haben alle mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die in der Schule Brailleschrift lesen und schreiben. An einem Mittwochnachmittag im November krempeln sie die Ärmel hoch und möchten in das Schriftsystem derjenigen einsteigen, die sie im Alltag begleiten und unterstützen.
Nach einer Vorstellungsrunde mit individuell zu beschreibenden Tastgegenständen gab es zunächst einen kleinen Input zur Geschichte der Blindenschrift. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernten dann den Aufbau der 6-Punkt-Schrift kennen. Mit Hilfe einer Übersicht konnten alle schnell erste Buchstaben und Wörter lesen. Nach einigen Tast- und Orientierungsübungen auf dem Blatt wurde es noch spannender: Nun ging es darum, wie die Braille-Schreibmaschine bedient wird. Nach einigen intensiven Übungen konnte bereits ein selbstklebendes Namensschild in Brailleschrift hergestellt werden. Mit einigen Tipps für die Vertiefung des Gelernten und einem Schlüsselanhänger mit dem eigenen Namen in Brailleschrift endete der Kurs erfolgreich.
Unser Seifenkurs in der Irisschule
„Hier duftet es nach Zitrone!“
An einem Samstag im November ließen sich in der Irisschule verschiedene Düfte erschnuppern. Neun Schülerinnen und Schüler von Klasse 1 bis Klasse 5 sowie zwei Lehrerinnen trafen sich an diesem Tag, um gemeinsam duftende Seife herzustellen. Nach großem Hallo und Wiedersehensfreude bei einigen Kindern, die sich bereits kannten, startete der Vormittag mit einer Kennenlernrunde und dem Erraten verschiedener Gerüche. Und dann ging es los – mit Schürzen um den Bauch und aufgekrempelten Ärmeln wurde Seife geschmolzen, mit Duftölen und Farben gemischt und in Seifenformen gegossen.
Während des Wartens auf das Aushärten der Seifen wurde direkt Nachschub produziert, so dass alle Schülerinnen und Schüler am Ende des Tages verschiedenste Seifenstücke mit nach Hause nehmen konnten.
Dabei waren u.a. nach Vanille duftende rote Herzen, nach Rose riechende blaue Bären, nach Zitrone duftende Seifen in Donut-Form und in Blüten gerollte Seifenbälle zu finden.
Am Ende des kreativen und fröhlichen Vormittages waren sich alle einig: „Beim nächsten Seifenkurs sind wir wieder dabei!“
Wir fliegen ins Weltall
Astronaut:innen treffen Aliens in der Irisschule
Nachdem sich alle 8 Kinder in der Pausenhalle eingefunden hatten, ging es erst mal musikalisch los mit einem Lied über eine kleine Maus, die wie auch die Kinder und Lehrer:innen, auf Weltraumreise gehen wollte.
Doch was wäre ein Flug ins Weltall ohne den entsprechenden Raumanzug? Somit musste dieser zunächst aus weißen Maleranzügen gestaltet werden. Und die Ergebnisse konnte sich sehen lassen.
So ausgerüstet konnten dann die kleinen Raumfahrer:innen für ihren Raketenflug trainiert werden. Um nämlich das Astronaut:innen-Diplom zu erlangen, mussten sie verschiedene Aufgaben lösen. Welche Werkzeuge würde man brauchen bei der Erkundung fremder Planeten? Und sind die Hände ruhig genug, um in der Schwerelosigkeit sicher zu sein? Die Ballon-Rasur würde es zeigen...
Nach einem leckeren Mittagessen mit „Alien-Grütze“ als Nachtisch ging es dann los zum Weltraumflug, den Aliens und Astronaut:innen zusammen in der Sporthalle unternehmen wollten. Nach dem Countdown aller Astronaut:innen raste die Rakete los zu den Planeten. Hier mussten schwere Lavastürme abgewehrt, in dunklen Höhlen wichtige Überlebensutensilien gefunden und nicht zuletzt in äußerster Gefahr die Erde angefunkt werden.
Aliens und Astronaut:innen sind sich am Ende der Reise einig: Der erste Weltraumflug hat Lust gemacht auf weitere...
LWL-Video zum Karate-Do
Karate-Do an der Irisschule in Wort und Bild
Nun ist es endlich soweit: Der LWL hat seine Video-Reportage beim Karate-Do-Kurs an der Irisschule fertig gestellt und veröffentlicht. Das Video ist wunderbar geworden und gibt einen guten Einblick in den Karate-Do-Kurs mit Sven Buick. Das Ergebnis können Sie nun auch hier bei uns sehen: